Frank Schirrmacher - Payback

Ich gestehe: Payback, das neue Buch von Frank Schirrmacher habe und werde ich nicht lesen. Darüber schreiben werde ich trotzdem.

Payback

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–>Abstract

Ich werde nicht der Versuchung verfallen und Kulturkritik mit Kulturkritik begegnen. Hingegen werde ich eine wunderbare Bemerkung von Andrian Kreye aus seiner Rezenssion in der Süddeutschen Zeitung aufnehmen:

Er schreibt:

Schirrmachers publizistische Stärke ist es, den intellektuellen Wissensdurst eines Universalgelehrten mit den Jagdinstinkten eines Boulevardjournalisten zu verbinden. Dass er dabei oft mit Ängsten spielt, […] ist seinem Boulevard-Instinkt geschuldet, der solche Ängste schon früh aufspüren und in einen Kontext setzen kann.

Jede Art von Kulturkritik verwendet Angst. Wie das Fett beim Essen, ist Angst ist der Geschmacksträger der Kulturkritik . Frank Schirrmachers Leser sind entweder digital immigrants, die tief in sich verborgen sich nach den  “guten alten Zeiten” sehnen, oder diejenigen, die das digitale Zeitalter verweigern. Angst ist ein einfaches Mittel um die Komplexität der Welt zu reduzieren. Gerade hatte sich unsere Gesellschaft so schön eingerichtet und klare Kommunikationsregeln aufgestellt, da kommt das Internet und dann auch noch das Web 2.0 daher und stellt alles auf den Kopf.

Frank Schirrmacher versteht diese neue Welt und lebt auch darin, aber als Kulturschaffender vertraut er ihr doch nicht ganz. Die Diskussion über das digitale Zeitalter wird vor allem im intellektuellen Europa geführt, denn hier ist der Glaube an autoritäre Sprecher immer noch groß. Ein Internet, indem jeder in Echtzeit mit vielen Menschen gleichzeitig kommunizieren kann steht erst mal unter Generalverdacht. An Wikipedia hat man sich ja mittlerweile gewöhnt, aber ein cloud computing Nachrichtendienst wie Twitter überfordert nach Schirrmacher anscheinend unser Gehirn und macht uns zu Internetzombies.

Ich finde es einfach nur schade, dass unsere Intellektuelle Elite, zu der ich Frank Schirrmacher zweifelsohne zähle, nicht mit großen Schritten vorausgeht, wie es z.B. Armin Wolf in Österreich macht.

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