Authentizität auf Facebook?

Im zweiten Teil meiner Reihe “Eine Soziologie von Facebook” werde ich der Frage nachgehen, ob man auf Facebook authentisch kommuniziert. Außerdem beantworte ich noch das abschließende Statement des letzten Beitrags.

Wie ist nun Kommunikation mit Kollegen als auch besten Kindheitfreunden gleichzeitig möglich? Entweder ich reduziere mich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner oder ich versuche eben so zu sein wie ich bin. Oder gibt es gar eine dritte Möglichkeit?

Statements abzugeben, die allen gerecht werden, ist wohl unmöglich und selbst der Versuch ist sehr anstrengend oder endet ganz einfach in Stile. Dagegen klingt es ja wunderbar reizend, wenn man sich endlich mal so zeigen könnte, wie man wirklich ist. Leider geht das aber nicht. Es gibt keinen Zustand völliger Authentizität. Die Unmöglichkeit nicht perspektivisch zu sprechen hebelt auch Facebook nicht aus.

Entwickelt sich vielleicht doch eine neue Kommunikationsform auf Facebook? Ein neues Schauspiel (nach Goffman), das alle Parteien anerkennen und somit Legitimität erhält. Kommunikation ist erfolgreich, wenn sie anschlussfähig ist. Facebook ist hochgradig anschlussfähig, weil man fast immer jemanden findet, der antwortet. Und wenn nicht geantwortet wird, ist es auch ein klares Signal und eben die Kommunikation, dass die Mitteilung nicht anschlussfähig war.

Ein neues Schauspiel auf Facebook, das Authentizität simuliert?

Ich habe jetzt doch mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Aber mal sehen, wie es beim nächsten Mal weitergeht. Ich würde mich wirklich freuen, wenn mal jemand KOMMENTIEREN würde. :-)

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A1 Weihnachtsgeschenke

A1 verteilt Weihnachtsgeschenke an fleissige Suchmaschinenoptimierer in Österreich. Wer mit der Keyphrase A1 Weihnachtsgeschenke bis zum 18.12 das beste Ranking auf Google.at hat und auf die Page der A1 Weihnachtsgeschenke verlinkt gewinnt.

Natürlich handelt es sich bisserl um Werbung in eigener Sache. Sorry! Aber ich mache natürlich mal aus Spaß mit. Außer Konkurrenz natürlich, da ja A1 Mitarbeiter ausgeschlossen sind.

Aber so nette A1 Weihnachtsgeschenke wie das Nokia Booklet hätte halt jeder Blogger gerne. SEO Rallyes gab es ja schon diverse. Aber wir können halt keine hübschen italienischen Modells vorweisen und so gibt es nette Geräte.

A1 Weihnachtsgeschenke um noch mal deutlich darauf hingewiesen zu haben gibt es eben nur auf A1.net auf der Page A1 Weihnachtsgeschenke.

Mehr Infos über die SEO Rallye!

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Lebenswelt Facebook

Der erste Teil meiner Reihe “Eine Soziologie von Facebook”  schweift kurz kommunikationstheoretische Grundlagen um diese an einer typischen Facebook Praxis zu überprüfen.

Das klassische Sender - Empfänger - Modell will ich hier nicht wiederkäuen,  sondern gleich darauf hinweisen, dass jede Mitteilung an einen Empfänger gerichtet ist und somit die Kommunikation von hinten her verstanden werden muss. Auf Marketing Sprech kann man auch sagen, dass jede Kommunikation an eine bestimmte Zielgruppe ausgerichtet ist. Der Empfänger bestimmt, was der Sender mitteilt.

Was passiert nun auf Facebook, wenn man Statusmeldungen und andere Empfehlungen für 200 Freunde, Kollegen, Geschäftspartner, etc. formuliert? So viel ich weiß, kann man seine Statusmeldung nicht an bestimmte “Zielgruppen” schicken. Man kann sehr wohl Leute ausschließen, aber noch nicht differenziert kommunizieren.

Genau dieser Umstand ist der Punkt, warum sich viele Essayisten über die Kakophonie auf Facebook beschweren. Es geht weniger um die Summe der Äußerungen, sondern um Belanglosigkeit oder erzwungenes Entertainment. Belanglosigkeit wird aber knallhart bestraft, indem eben nichts passiert. Keine Kommentare, keine “like it” Klicks, einfach nur Liebesentzug.

Es gibt also eine Facebookpraxis die erlernt werden muss. Mit Trial and Error versucht man seiner Zielgruppe so gut es geht gerecht zu werden. Allen kann man es nie Recht machen, aber vor diesem Problem steht jedes Massenmedium. Ich würde Facebook nach Habermas - ich gebe zu  etwas konstruiert -  Lebenswelt-Medium nennen.

Damit der Artikel nicht zu lang wird möchte ich mit einem Gedanken schließen und beim nächsten Mal hier fortführen: Kollegen mit denen man meist nur systemische Kommunikation z.B. aus Wirtschaft pflegt, sind auf Facebook plötzlich der Empfänger von Nachrichten aus der Lebenswelt. Was passiert nun…

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