Im zweiten Teil meiner Reihe “Eine Soziologie von Facebook” werde ich der Frage nachgehen, ob man auf Facebook authentisch kommuniziert. Außerdem beantworte ich noch das abschließende Statement des letzten Beitrags.
Wie ist nun Kommunikation mit Kollegen als auch besten Kindheitfreunden gleichzeitig möglich? Entweder ich reduziere mich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner oder ich versuche eben so zu sein wie ich bin. Oder gibt es gar eine dritte Möglichkeit?
Statements abzugeben, die allen gerecht werden, ist wohl unmöglich und selbst der Versuch ist sehr anstrengend oder endet ganz einfach in Stile. Dagegen klingt es ja wunderbar reizend, wenn man sich endlich mal so zeigen könnte, wie man wirklich ist. Leider geht das aber nicht. Es gibt keinen Zustand völliger Authentizität. Die Unmöglichkeit nicht perspektivisch zu sprechen hebelt auch Facebook nicht aus.
Entwickelt sich vielleicht doch eine neue Kommunikationsform auf Facebook? Ein neues Schauspiel (nach Goffman), das alle Parteien anerkennen und somit Legitimität erhält. Kommunikation ist erfolgreich, wenn sie anschlussfähig ist. Facebook ist hochgradig anschlussfähig, weil man fast immer jemanden findet, der antwortet. Und wenn nicht geantwortet wird, ist es auch ein klares Signal und eben die Kommunikation, dass die Mitteilung nicht anschlussfähig war.
Ein neues Schauspiel auf Facebook, das Authentizität simuliert?
Ich habe jetzt doch mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Aber mal sehen, wie es beim nächsten Mal weitergeht. Ich würde mich wirklich freuen, wenn mal jemand KOMMENTIEREN würde.









