Eine Soziologie von Facebook

Facebook hat mittlerweile eine bedeutende gesellschaftliche Stellung eingenommen. Die Feuilletons großer Zeitungen veröffentlichen regelmäßig soziologische Essays über Facebook.

In der FAZ versucht Gerald Wagner eine Soziologie von Facebook zu entwickeln und scheitert leider, weil er sich anscheinend zu wenig mit Facebook beschäftigt hat. Wie auch schon Ritchie Pettauer in seinem Artikel Gemeinsame Feinde verbinden feststellte, verwechselt Gerald Wagner Facebook mit einem Personenregister. Er hat den wahren Mehrwert von Facebook nicht erfasst und möchte eine Soziologie von Facebook entwickeln.

Dagegen war der Kommentar von Adam Soboczynski in der Zeit zur Höfischen Gesellschaft 2.0 weitaus tiefgründiger. Hier kann man erste theoretische Ansätze sehen und macht Lust auf mehr soziologische Forschung. Die Hypothese lautet, dass social Networks den Menschen aus seiner gelernten zurückgezogenen Privatsphäre zieht. Der Mensch wird zu einem laut sprechenden extrovertierten Charakter erzogen, der wie am Hofe sich Gehör verschaffen muss um etwas wert zu sein.

Mit diesem Artikel möchte ich eine kleine Reihe zur Soziologie von Facebook beginnen und einige soziologischen Gedanken niederschreiben. Ich würde mich freuen, wenn eine angeregte Diskussion an dieser oder anderer Stelle entstehen würde.

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Quelle Insolvenz mit Folgen für die Onlinebranche

Die Ursachen für die Insolvenz von Quelle wurden ja ganz stark in dem antiquierten Kataloggeschäft gesucht. Aber Quelle war gerade im Internet gar nicht so schlecht aufgestellt.

Aug Grund von extrem negativen persönlichen Erfahrungen die ich mit Quelle hatte, sehe ich den Untergang von Quelle mit einem kleinen lachenden Auge. Auf der anderen Seite hat die Insolvenz natürlich auch Folgen für die Onlinebranche und das schmerzt mich dann doch.

Denn Quelle hat im Bereich Online Marketing auch viele Dinge richtig gemacht. Sie haben stark auf Performance Marketing (SEM und Affiliate Marketing) gesetzt. Sicher wäre hier noch viel zu verbessern gewesen, aber die deutschen Medien haben ja so getan, als ob Quelle nicht mal einen Online Shop gehabt hätte. Das stimmt natürlich nicht und am Online Marketing lag es sicher nicht, dass Quelle nun Bankrott ist.

Wie wir heute lesen müssen, werden einige Online Player auch ein wenig an dem Aus von Quelle zu knabbern haben: Intershop muss seine Zahlen berichtigen. Explido und komdat wird es sicher auch nicht erfreuen, dass jetzt SEM Budgets wegfallen und so einige Affiliates müssen sich um neue Partnerprogramme umsehen.

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Yahoo stellt Search Submit Pro ein

Das Aus von Paid Inclusion zeigt, dass gute SERPs doch wichtiger sind als ein paar Dollar mehr Werbeeinnahmen.

Yahoo hatte mit der Einführung von Seach Submit Pro versucht seinen natürlichen Index zu monetarisieren und hatte dabei den User einfach vergessen. Wenn man als Suchmaschine einigermaßen glaubwürdig bleiben will - Google gelingt das auch nur bedingt - dann muss man zumindest nach außen hin die Meinung vertreten, dass man alles für den User tut, damit dieser zufriedenstellende Suchergebnisse bekommt.

Relevanz ist hier das wohlbekannte Zauberwort und wenn ich sozusagen mein Silberbesteck verkaufe braucht man sich nicht wundern, dass man weiter an Marktanteilen verliert. Auch wenn Yahoo nach außen hin natürlich behauptet, dass Yahoo Search Submit Pro das Ranking der SERPs nicht wirklich beeinflusst hat, überzeugte das natürlich nie wirklich. Auch nicht die SEO-Agenturen, die diesen Service letztendlich an Unternehmen verkaufen hätten sollen.

Der Marktanteil von Yahoo mag in den verschiedenen Regionen historisch stark schwanken, aber dort wo Yahoo und Google mit den gleichen Bedingungen gestartet sind, hat Google schon lange eine führende Stellung übernommen. Somit macht es auch für viele Agenturen oder Unternehmen keinen Sinn auf das umständliche Seach Submit Pro zu setzen.

Natürlich beißt sich hier die Schlange in den Schwanz. Yahoo sollte einfach die Allianz mit Microsoft Bing ausbauen. Bing ist der erste wirklich nennenswerte Suchmaschinenkonkurrent den Google wirklich ernst nimmt. Uns allen würde es nur gut tun, wenn Yahoo jetzt keinen Fehler macht. Bing!

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