Der Triglav als nationales Symbol

Warum quälen sich 20.000 Slowenen jedes Jahr auf den 2864 Meter hohen Triglav? Bei der Erfindung von Nationalstaaten bedarf es nationaler Symbole. Der Triglav, der höchste Berg Sloweniens, ist fundamentaler Bestandteil bei der Erfindung Sloweniens.

Der Nationalstaat hängt stark mit dem Kulturbegriff zusammen. Wenn man aber Kultur nicht als normativen Begriff definiert, sondern nur als Beobachtungsperspektive versteht, ist das nationale Symbol nichts anderes als eine konstruierte Beobachtungsperspektive.

Ich will hier die Begriffe Kultur und Nationalstaat nicht zu sehr strapazieren. Dies wurde schon oft genug getan. Aber eines sollte doch klar werden. Wer zu sehr an die Nation glaubt, lebt in einem sehr engstirnigen Gebilde, das einem die Sicht auf analytische Ergebnisse versperrt. Deshalb ist es auch so wunderbar mit anzusehen, wie sich eine Nation zu kollektiven sportlichen Höchstleistungen zwingen kann, wenn es darum geht einem nationalen Symbol näher zu kommen.

Triglav Gipfel Foto

Vor zwei Wochen durfte ich selbst Zeuge dieses nationaln Rituals werden. Um 5:30 in der Morgens brechen Horden von Slowenen von der Triglav Hütte auf, um ihren Berg zu besteigen. Um 7:30 auf dem Gipfel packen dann kleine rundliche Männer, Mütterchen im fortgeschrittenen Alter und sportliche Bergsteiger ihren Schnaps und eine Dose Slatorog aus und feiern ihren ihre Nation.

Na zdravje!

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Social Media - Nicht sehr soziologisch aber sehenswert

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Team Events in Organisationen der Wirtschaft

Welche Funktion haben Team Events in Organisationen der Wirtschaft? Helfen Hochseilgärten, Geocaching, Kochkurse und gemeinsame Floßbauten zu mehr Teamgeist in Organisationen?

Natürlich nicht. Ich glaube eher, dass Team Events eine Art Selbstreinigung oder Restart von Interaktionswegen sind. Die Produktivität von Teams sinkt, mit zunehmender routinierter Praxis. Das klingt erst mal Paradox. Jedoch haben frisch zusammengestellte Teams selten Konflikte, die eine Supervision benötigten.

Man kann jetzt aber nicht annehmen, dass Team Events diese Probleme lösen, weil man dann sich endlich wieder “objektiv” beobachtet hat. Im Grunde geht es doch nur um die Wertschätzung von Tätigkeiten und natürlich um die Kommunikation außerhalb von ökonomischen Logiken. Gerade der letzte Punkt bringt dann wieder Wertschätzung für die Tätigkeit des Kollegen und somit mehr Produktivität.

Der Restart gilt eben für die folgende Kommunikation. Man startet die nächste Interaktion mit neuem Vorwissen über den anderen und kann somit wertschätzender und somit auch produktiver kommunizieren.

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