Eine Soziologie von Facebook

Facebook hat mittlerweile eine bedeutende gesellschaftliche Stellung eingenommen. Die Feuilletons großer Zeitungen veröffentlichen regelmäßig soziologische Essays über Facebook.

In der FAZ versucht Gerald Wagner eine Soziologie von Facebook zu entwickeln und scheitert leider, weil er sich anscheinend zu wenig mit Facebook beschäftigt hat. Wie auch schon Ritchie Pettauer in seinem Artikel Gemeinsame Feinde verbinden feststellte, verwechselt Gerald Wagner Facebook mit einem Personenregister. Er hat den wahren Mehrwert von Facebook nicht erfasst und möchte eine Soziologie von Facebook entwickeln.

Dagegen war der Kommentar von Adam Soboczynski in der Zeit zur Höfischen Gesellschaft 2.0 weitaus tiefgründiger. Hier kann man erste theoretische Ansätze sehen und macht Lust auf mehr soziologische Forschung. Die Hypothese lautet, dass social Networks den Menschen aus seiner gelernten zurückgezogenen Privatsphäre zieht. Der Mensch wird zu einem laut sprechenden extrovertierten Charakter erzogen, der wie am Hofe sich Gehör verschaffen muss um etwas wert zu sein.

Mit diesem Artikel möchte ich eine kleine Reihe zur Soziologie von Facebook beginnen und einige soziologischen Gedanken niederschreiben. Ich würde mich freuen, wenn eine angeregte Diskussion an dieser oder anderer Stelle entstehen würde.

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3 Kommentare

  1. Erstellt am 2. November 2009 um 18:57 | Permanent-Link

    Danke für den Link-Tipp! Die “Höfische Gesellschaft 2.0″ trifft’s definitiv wesentlich besser.

  2. Erstellt am 3. November 2009 um 10:34 | Permanent-Link

    spannend, da freu ich mich drauf.

  3. Erstellt am 3. November 2009 um 21:56 | Permanent-Link

    @ritchie: Ehrensache

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